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High-Tech-Robotik für den Kniegelenkersatz

23 Juli
Mathias Fackert (links), Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, im OP des Fachkrankenhauses Achim mit dem neuen VELYS-Robotersystem

Fachkrankenhaus Achim setzt auf innovative OP-Technologie

Achim, 22. Juli 2026 – Die Aller-Weser-Klinik (AWK) geht im Fachkrankenhaus Achim einen großen Schritt in die Zukunft der roboterunterstützten Operation: Ab sofort setzt das Haus auf innovative Robotertechnologie bei Kniegelenk-Operationen. Mit dem neuen „VELYS™ Robotic-Assisted Solution“-System kann die Implantation von Knieprothesen noch präziser, schonender und individueller auf die Anatomie der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Der Start ist bereits erfolgt: Über 15 Patientinnen und Patienten wurden in den vergangenen Wochen erfolgreich mit Unterstützung des neuen Roboterassistenten operiert.

Mit der neuen Technologie setzt das Orthopädie-Team um Chefarzt Dr. Andreas Neckritz im Fachkrankenhaus Achim auf Innovation und Präzision in der Endoprothetik. Für Patientinnen und Patienten bringt der Einsatz des High-Tech-Roboters spürbare Vorteile. Da jedes Knie in seiner Anatomie und Bandspannung einzigartig ist, ermöglicht das VELYS-System eine maßgeschneiderte Anpassung der Prothese in Echtzeit. Vor und während des Eingriffs erfasst das System die genaue Struktur des Gelenks. Durch dieses Verfahren werden die individuellen anatomischen Gegebenheiten sowie die Gelenkkinematik besonders berücksichtigt. In der Folge verringert sich die postoperative Zeit bis zum Erreichen der möglichen Beweglichkeit des Kunstgelenkes für die Betroffenen. Langfristig sorgt die millimetergenaue Ausrichtung der Prothese für einen individuell angepassten Bewegungsablauf, weniger Schmerzen und eine mögliche Reduktion des Verschleißes des künstlichen Gelenks.

 

Auch für das OP-Team verändert sich die Arbeit durch die robotergestützte Technik. Bereits vor den entscheidenden Operationsschritten werden sämtliche Parameter individuell festgelegt und während des gesamten Eingriffs anhand objektiver Messdaten überprüft und bei Bedarf angepasst.

„Robotik ersetzt keine chirurgische Erfahrung und ist auch nicht bei jeder Patientin oder jedem Patienten anwendbar, sie ergänzt unsere Arbeit im OP aber sinnvoll“, erklärt Mathias Fackert, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Gerade die Kombination aus unserer langjährigen operativen Erfahrung und der digitalen Präzision eröffnet uns neue Möglichkeiten für eine noch individuellere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Wir sehen am Bildschirm schon vor dem ersten Schnitt auf den Millimeter genau, wie bandstabil das Knie mit der Prothese sein wird.“

Dass diese technologische Präzision nun Einzug in den OP-Alltag gehalten hat, ist das Ergebnis einer weitsichtigen Modernisierungsstrategie der Krankenhausleitung. Für die Geschäftsführerin der AWK ist der Roboterassistent ein klares Bekenntnis zum medizinischen Fortschritt und zum Standort Achim: „Unser Anspruch ist es, unseren Patientinnen und Patienten Spitzenmedizin nach neuesten wissenschaftlichen Standards zu bieten. Die erfolgreichen ersten fünfzehn Operationen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese High-Tech-Investition ist ein Meilenstein für unseren Klinikverbund und sichert die langfristige Qualität unserer orthopädischen Versorgung.“, so Melanie Sander.