Verden, 18. Juli 2025 – Die Aller-Weser-Klinik (AWK) in Verden zählt zu den ersten medizinischen Einrichtungen in Norddeutschland, die erfolgreich Patienten mit dem innovativen kabellosen Herzschrittmacher AVEIR™ versorgt haben. Bei vier Patientinnen und Patienten konnte das neue System bereits erfolgreich implantiert werden – ein wichtiger Fortschritt in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Herzschrittmachern, die über Kabel (sogenannte Elektroden) mit dem Herzen verbunden sind, wird der AVEIR-Schrittmacher direkt in das Herz implantiert – ohne Kabel, minimal-invasiv und besonders schonend. Das bedeutet: geringeres Komplikationsrisiko, eine schnellere Erholung und mehr Komfort für die Betroffenen.
„Wir freuen uns über die ersten vier Implantationen des kabellosen Herzschrittmachers AVEIR in der Aller-Weser-Klinik in Verden. Somit ist die Device-Therapie um eine sehr moderne und schonende Methode zur Implantation von Herzschrittmachern erweitert worden. In Zukunft werden auch kabellose Zweikammer-Schrittmacher implantiert werden können“, erklärt Dipl.-Biochem. Ralf Weßel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie und internistische Intensivmedizin.
Der kabellose AVEIR-Schrittmacher ist kleiner als eine AAA-Batterie und wird über einen kleinen Zugang über die Leiste direkt im Herzen platziert. Da auf Kabel vollständig verzichtet wird, entfallen viele der möglichen Komplikationen, die bei herkömmlichen Systemen auftreten können – etwa Infektionen oder Kabelbrüche.
Die AWK in Verden ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als spezialisiertes Zentrum für Schrittmacher- und Device-Therapie zertifiziert. Neben der Implantation bietet das Haus auch umfassende Nachsorgeprogramme und die Möglichkeit, sich in deren Anwendung ausbilden zu lassen.
„Wir freuen uns sehr, die wohnortnahe Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau sicherstellen zu können“, so Chefarzt Ralf Weßel weiter.
Mit dem Einsatz der neuen AVEIR-Technologie zeigt die AWK erneut, wie zukunftsweisende Spitzenmedizin und regionale Patientenversorgung Hand in Hand gehen.







