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Neues 3D-Mappingverfahren erweitert Therapie bei Herzrhythmusstörungen

30 März
3D-Mapping des Herzens im HKL Verden

 

 

Verden, 31. März 2026 – In der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie und internistische Intensivmedizin der Aller-Weser-Klinik (AWK) in Verden, unter der Leitung von Chefarzt Ralf Weßel, wurde vergangene Woche erstmals ein hochmodernes dreidimensionales elektroanatomisches Mappingverfahren zur Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen erfolgreich eingesetzt. Mit dieser Technologie wird das therapeutische Spektrum der Klinik gezielt erweitert und die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Herzrhythmusstörungen weiter verbessert.

 

Infolge steigender Lebenserwartungen können Herzrhythmusstörungen, insbesondere das Vorhofflimmern, immer häufiger auftreten. Mithilfe des präzisen 3D-Mappings wird in vielen Fällen die Pulmonalvenenisolation durchgeführt – ein routiniertes Verfahren, um das Vorhofflimmern effektiv zu behandeln. Das Mapping ermöglicht eine hochpräzise, dreidimensionale Darstellung der elektrischen Aktivität im Herzen. Über spezielle Katheter werden elektrische Signale aus dem Inneren des Herzens erfasst und in Echtzeit zu einem detaillierten räumlichen Modell verarbeitet. Auf diese Weise können krankhafte Erregungsherde exakt lokalisiert und gezielt behandelt werden.

„Mit dem dreidimensionalen Mapping gewinnen wir eine völlig neue Qualität in der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Wir können deutlich präziser arbeiten und die Behandlung individuell auf die Patientinnen und Patienten abstimmen“, erklärt Chefarzt Ralf Weßel.

Eine der ersten Patientinnen, bei der das neue Verfahren zum Einsatz kam, ist eine 71-Jährige, die bereits in einem ersten Eingriff behandelt worden war. Hier kam das hochauflösende 3D-Mapping zum Einsatz, um verbleibende elektrische Fehlleitungen präzise zu identifizieren. Damit wurde eine kleine Lücke in der zuvor durchgeführten Ablation identifiziert und mittels einer erneuten Verödung isoliert. Im Anschluss erfolgte mit dem 3D-Mapping-System der Nachweis der erfolgreichen Ablation.

Insgesamt wurden in dieser Woche zwei erste Eingriffe mit dem neuen Verfahren in der AWK in Verden durchgeführt. Die Anwendungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit spezialisierten Mitarbeitenden des Medizintechnikunternehmens Abbott, die die Einführung der Technologie fachlich begleiteten.

„Das Verfahren erlaubt uns, auch komplexe Herzrhythmusstörungen deutlich gezielter zu behandeln und unnötige Belastungen für unsere Patientinnen und Patienten zu reduzieren“, ergänzt Oberarzt Aldar Dakkouri.

Mit der Etablierung des 3D-Mappings stärkt die Kardiologie der AWK Verden ihre Position als führender Anbieter wohnortnaher, moderner kardiologischer Versorgung in der Mittelweserregion und bietet Patientinnen und Patienten weitere, innovative Behandlungsmöglichkeiten bei Herzrhythmusstörungen.

BU: Bei der Untersuchung im Herzkatheterlabor der Aller-Weser-Klinik nutzen die Kardiologen die 3D-Karte des Herzens.
Foto: Aller-Weser-Klinik