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Neues Perioperatives Zentrum im Fachkrankenhaus Achim

23 Juli
BU: Mit der Eröffnung des neuen Perioperativen Zentrums (POZ) bündelt das Fachkrankenhaus Achim die Betreuung von Patientinnen und Patienten vor, während und nach ambulanten Operationen an einem zentralen Standort. Das Team freut sich über den Start in den neuen Räumlichkeiten. (Foto: AWK)

 

Alle Schritte rund um die Operation an einem Ort

Achim, 23. Juli 2026 – Kurze Wege, klare Abläufe und eine persönliche Begleitung vom ersten Gespräch bis zur Entlassung: Mit dem neuen Perioperativen Zentrum (POZ) hat das Fachkrankenhaus Achim vor rund zwei Wochen einen wichtigen Baustein zur weiteren Optimierung der Patientenversorgung in Betrieb genommen.

Untergebracht ist das neue Perioperative Zentrum (POZ) in den ehemaligen Räumlichkeiten der Intensivstation sowie der früher dort ansässigen Praxis für Plastische Wiederherstellungschirurgie, Hand- und Fußchirurgie. Nachdem die Praxis von Chefarzt Dr. med. Andreas Brockmann vor einigen Monaten in das neu eröffnete Sprechstundenzentrum innerhalb des Fachkrankenhauses umgezogen ist, wurden die frei gewordenen Flächen umfassend modernisiert. Neue Bodenbeläge, frische Farben und eine helle, freundliche Gestaltung schaffen nun eine angenehme Atmosphäre für Patientinnen und Patienten.

Das POZ bündelt sämtliche organisatorischen und medizinischen Schritte, die vor einer Operation oder Untersuchung in den Fachbereichen Orthopädie, Plastischer Wiederherstellungschirurgie, Hand- und Fußchirurgie sowie Urologie notwendig sind. Voraussetzung für einen Termin im POZ ist eine bereits gestellte Operationsindikation mit fest vereinbartem Eingriffstermin. Die Zuweisung erfolgt entweder über das Sprechstundenzentrum des Fachkrankenhauses oder aus der dort ansässigen orthopädischen Praxis. Ziel ist es, alle erforderlichen Voruntersuchungen, die Erstellung der präoperativen Unterlagen, die Koordination notwendiger Zusatzuntersuchungen sowie die anästhesiologischen Aufklärungsgespräche nach Möglichkeit in einem einzigen Termin zusammenzuführen.

„Unsere Patientinnen und Patienten haben jetzt einen zentralen Ansprechpartner für alle vorbereitenden Schritte rund um ihren Eingriff“, erklärt Anja Dumke, pflegerische Leitung des Perioperativen Zentrums. „Dadurch entfallen viele Wege und Unsicherheiten. Unser Team begleitet sie von der ersten perioperativen Abklärung bis zur Entlassung nach einer Operation.“

Das POZ übernimmt dabei die Organisation und Koordination aller notwendigen Prozesse. Patientinnen und Patienten werden im Zentrum auf ihren Eingriff vorbereitet. Nach ambulanten Operationen kehren sie zur weiteren Betreuung in das POZ zurück und können von dort aus direkt nach Hause entlassen werden. Ist ein stationärer Aufenthalt erforderlich, erfolgt von dort aus die Verlegung auf die entsprechende Station.
Von der neuen Struktur profitieren jedoch nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch die Mitarbeitenden. „Früher waren viele Abläufe auf unterschiedliche Bereiche verteilt. Heute befindet sich alles auf einer Ebene. Das macht die Prozesse deutlich strukturierter und erleichtert die Zusammenarbeit erheblich“, sagt Verena Löwner, Krankenschwester im POZ und seit 34 Jahren im Fachkrankenhaus Achim tätig.

Auch Anja Dumke, die dem Krankenhaus seit 37 Jahren verbunden ist, erlebt die Veränderungen täglich. „Die Bündelung aller Abläufe sorgt für wesentlich weniger Telefonate und Abstimmungsaufwand. Dadurch entsteht eine deutlich ruhigere Arbeitsatmosphäre – und diese Ruhe kommt auch bei den Patientinnen und Patienten an.“

 

Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Logistik. Da sich sämtliche Bereiche auf einer Ebene befinden, entfallen viele Transportwege innerhalb des Hauses. Das spart Zeit, schont personelle Ressourcen und ermöglicht einen noch effizienteren Behandlungsablauf.

Mit dem neuen POZ im Fachkrankenhaus Achim setzt die Aller-Weser-Klinik ihren Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung fort. Die zentrale Organisation aller perioperativen Prozesse verbessert die Abläufe für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Mitarbeitenden und schafft die Grundlage für eine moderne, patientenorientierte Versorgung.

Welche Vorteile das neue Konzept darüber hinaus für die medizinische Versorgung und die zukünftige Ausrichtung des operativen Bereichs bietet, erläutert Dr. med. Stephan Sehrt, Ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses:
„Die Bündelung der perioperativen Prozesse direkt am Operationsbereich ermöglicht uns eine schnelle ärztliche Präsenz in jeder Phase des Behandlungsablaufs. Zugleich stärkt das POZ die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Berufsgruppen. Angesichts der zunehmenden Ambulantisierung im Gesundheitswesen haben wir damit eine wichtige Grundlage geschaffen, um den operativen Bereich zukunftssicher aufzustellen und den damit verbundenen Anforderungen noch besser gerecht zu werden.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Infobox:

Das Fachkrankenhaus Achim verfügt über eine

Notfallambulanz Mo-Fr von 8:00 bis 20:00 Uhr.

Behandelt werden hier Arbeits- und Wegeunfälle (D-Arzt-Verfahren), Knochenbrüche, Schnitt- und Platzwunden, sowie aktute urologische Beschwerden.

 

Die Notfallambulanz ist Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden, wenn die hausärztliche Praxis vorübergehend nicht erreichbar oder ausgelastet ist.

Wichtig: An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist die Notfallambulanz geschlossen. In diesen Zeiten übernimmt der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung die ambulante medizinische Versorgung.