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Aller-Weser-Klinik Aktuell
Aller-Weser-Klinik überzeugt mit niedriger Abbrecherquote und intensiver Praxisbegleitung
Verden, 13.05.2026 – Die Pflegeausbildung steht bundesweit vor großen Herausforderungen. Hohe Belastungen, Fachkräftemangel und eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Ausbildungsabbrüchen prägen vielerorts das Bild. Umso bemerkenswerter sind die Entwicklungen bei der Aller-Weser-Klinik (AWK). Mit einer Abbrecherquote von lediglich 14,6 Prozent liegt die Klinik deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 33 Prozent. Auch im Vergleich zu Niedersachsen (32,3 Prozent) und Bremen (26,5 Prozent) zeigt sich die AWK als echtes Vorbild in der Pflegeausbildung.
Dabei ist der Erfolg kein Zufall, sondern Ergebnis eines konsequent aufgebauten Ausbildungs- und Betreuungskonzeptes. Seit 2016 bildet die AWK an der Gesundheitsfachschule Osterholz-Scharmbeck kontinuierlich Pflegekräfte aus. Was zunächst mit der klassischen Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung begann, entwickelte sich mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung und der Gründung des Ausbildungsverbundes im Landkreis Verden im Jahr 2020 zu einem modernen und breit aufgestellten Ausbildungsmodell. Hinzu kamen die IBS Berufsfachschule Pflege und Altenpflege Achim sowie die BBS Verden, an denen jährlich beginnend zum 01.August Pflegefachpersonen ausgebildet werden.
Gleichzeitig wurde die Ausbildung immer internationaler und vielfältiger. Seit 2022 gehören auch Auszubildende aus China zu den Jahrgängen. Insgesamt zeichnet sich die Ausbildung durch eine hohe Diversität aus – darunter ein wachsender Männeranteil sowie Qualifizierungsangebote für bereits beschäftigte Mitarbeitende über das Qualifizierungschancengesetz.
Besonders hervorzuheben ist die intensive Praxisanleitung, die innerhalb der AWK einen außergewöhnlich hohen Stellenwert besitzt. Auf jeder Station und in jeder Abteilung stehen ausgebildete Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter zur Verfügung, die stets auf dem neusten Stand sind.
Mit der generalistischen Pflegeausbildung sind die Anforderungen an die praktische Begleitung deutlich gestiegen. Mindestens zehn Prozent der praktischen Ausbildungszeit müssen direkt durch Praxisanleitende begleitet werden. Die AWK erfüllt diese Vorgaben nicht nur, sondern entwickelt daraus ein umfassendes Betreuungskonzept. Regelmäßige Treffen aller Praxisanleitenden dienen dem Austausch über Lernstände, der Entwicklung gemeinsamer Lernkonzepte sowie der gezielten Prüfungsvorbereitung.
Koordiniert wird dieses Leuchtturmprojekt von Martina Langemeier, Referentin der Pflegedirektion für Aus-, Fort- und Weiterbildung, gemeinsam mit zwei zentralen Praxisanleitungen für die Standorte Achim und Verden. Sie organisieren unter anderem spezielle Anleitungstage, an denen die Auszubildenden gezielt aus dem Stationsalltag herausgenommen werden. In geschützter Lernatmosphäre werden dort Pflegesituationen, Fachtechniken sowie Präsentationen und Referate trainiert. Besonders wertvoll: Alle Ausbildungsjahre arbeiten gemeinsam und unterstützen sich gegenseitig. Selbst Auszubildende anderer Einrichtungen profitieren während ihrer Pflichteinsätze von diesem Konzept.
Ein weiterer Baustein sind die an beiden Standorten eingerichteten Skills-Labs, die erfreulicherweise durch den Förderkreis Aller-Weser-Klinik Verden e.V. unterstützt werden.
Dort können sensible Pflegesituationen unter realitätsnahen Bedingungen an Simulationspuppen geübt werden – ohne Zeitdruck und in sicherer Umgebung. Für viele Auszubildende bedeutet dies mehr Sicherheit, mehr Selbstvertrauen und letztlich mehr Motivation, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen.
Die Zahlen sprechen für sich: Von 77 Auszubildenden, die ihre Probezeit bestanden haben, legten bis 2025 bereits 56 erfolgreich ihr Examen ab. 48 von ihnen wollten anschließend direkt in ein Arbeitsverhältnis übernommen werden. Weitere 38 Auszubildende machen noch in diesem Jahr und in den folgenden Jahren ihr Examen.
Damit zeigt die AWK nicht nur, wie Ausbildung erfolgreich gestaltet werden kann, sondern auch, wie junge Menschen langfristig für den Pflegeberuf begeistert werden.
Die Kombination aus individueller Förderung, enger Praxisbegleitung und einer wertschätzenden Ausbildungskultur macht die Pflegeausbildung an der AWK zu einem herausragenden Beispiel in der Region – und weit darüber hinaus. Während vielerorts über Ausbildungsabbrüche diskutiert wird, setzt die AWK ein starkes Zeichen dafür, wie nachhaltige Nachwuchsförderung in der Pflege gelingen kann.
Eierstockzysten verstehen und richtig einordnen
Vortragsabend im Krankenhaus Verden über Ursachen, Diagnostik und Therapieoptionen bei Eierstockzysten.
Verden, 16. April 2026 – Eierstockzysten gehören zu den häufigsten Veränderungen im Bereich der weiblichen Geschlechtsorgane. Oft werden sie zufällig entdeckt und sind in vielen Fällen harmlos. Dennoch können sie Beschwerden verursachen oder eine Behandlung erforderlich machen. Über Ursachen, Diagnostik und moderne Therapieoptionen informiert ein weiterer Vortragsabend der „Medizin aktuell“-Reihe am 22. April von 19:00 bis ca. 20:30 Uhr in der Aller-Weser-Klinik (AWK) in Verden.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die unterschiedlichen Arten von Eierstockzysten sowie deren medizinische Einordnung. Die Referentinnen Dr. med. Astrid Brunnbauer, Chefärztin, und Noha Shareef, Assistenzärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, erläutern, wie Zysten diagnostiziert werden und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen – von der kontrollierten Beobachtung bis hin zu operativen Verfahren. Darüber hinaus wird aufgezeigt, in welchen Fällen eine weiterführende Abklärung notwendig ist und welche Warnzeichen ernst genommen werden sollten.
Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Sitzungszimmer der Cafeteria im Erdgeschoss der Aller-Weser-Klinik in Verden statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Medizin aktuell“ der Aller-Weser-Klinik. Regelmäßig finden Vorträge zu medizinischen Themen statt, die laienverständlich aufbereitet sind. Weitere Termine finden Sie unter www.aller-weser-klinik.de/veranstaltungen oder in den regelmäßigen Pressemitteilungen.
Erster kabelloser Zweikammer-Schrittmacher bei 89-jährigem Patienten in der AWK Verden erfolgreich implantiert.
Verden, 23. März 2026 – In der Aller-Weser-Klinik (AWK) in Verden wurde vor wenigen Tagen erfolgreich ein kabelloser Zweikammer-Schrittmacher implantiert. Der 89-jährige Patient hat den Eingriff gut überstanden und konnte vergangenen Freitag in stabilem Zustand in die Geriatrie nach Achim entlassen werden.
Zum Einsatz kam ein modernes, kabelloses Schrittmachersystem der Firma Abbott (Aveir DR). Dieses innovative System stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen dar und ermöglicht die gezielte Stimulation sowohl des rechten Vorhofs als auch der rechten Herzkammer. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schrittmachern kommt das System ohne Elektroden (Kabel) aus, die sonst zwischen Aggregat und Herz verlaufen. Dadurch werden potenzielle Komplikationen wie Infektionen, Kabelbrüche oder Gefäßprobleme deutlich reduziert.
Die sogenannten Schrittmacher-Kapseln werden minimalinvasiv über einen Katheter direkt in das Herz eingebracht. Der Zugang erfolgt über die Leistenvene. Unter Röntgenkontrolle werden die kleinen, in sich geschlossenen Systeme präzise in den entsprechenden Herzkammern positioniert und dort verankert. Die Kommunikation zwischen den Kapseln erfolgt drahtlos, sodass eine koordinierte Stimulation beider Herzkammern möglich ist.
„Die erfolgreiche Implantation dieses Systems ist ein wichtiger Schritt für unsere Klinik“, erklärt Ralf Weßel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie und internistische Intensivmedizin. „Gerade für Ältere, oder Menschen mit verschiedensten Vorerkrankungen wie z.B. Krebs oder Unterernährung, eröffnet diese Technologie neue Möglichkeiten einer schonenden und gleichzeitig effektiven Therapie. Dass Herr Seidel den Eingriff so gut überstanden hat und nun in der Geriatrie in unserem Achimer Haus und der anschließenden Reha weiter mobilisiert wird, freut uns sehr.“
An dem Eingriff waren neben dem kardiologischen Team der Aller-Weser-Klinik auch ein Spezialist der Firma Abbott beteiligt. Die enge Zusammenarbeit und hohe Expertise aller Beteiligten trugen maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf der Implantation bei.
Mit dieser Innovation baut die Aller-Weser-Klinik in Verden ihre Position als leistungsstarker Anbieter moderner kardiologischer Versorgung weiter aus. Das Krankenhaus ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als spezialisiertes Zentrum für Schrittmacher- und Device-Therapie zertifiziert. Neben der Implantation bietet das Haus auch umfassende Nachsorgeprogramme und die Möglichkeit, sich in deren Anwendung ausbilden zu lassen.







