Im Notfall
Polizei/Notruf: 110
Feuerwehr/Rettungsdienst: 112
Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11
oder 0800/1 11 02 22
Kinder- und Jugendtelefon: 0800/1 11 03 33
Aller-Weser-Klinik Aktuell
Digitaler Geburtenbegleiter unterstützt werdende Eltern
Persönliche Begleitung nun auch per App
Verden, 06.08.2026 – Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Aller-Weser-Klinik in Verden erweitert ihr Angebot für werdende Eltern und führt einen digitalen Geburtenbegleiter ein. Das neue Angebot per App begleitet Schwangere und ihre Partner oder Partnerinnen von der Schwangerschaft über die Geburt bis in die erste Zeit mit dem Neugeborenen – ergänzend zur persönlichen Betreuung durch das geburtshilfliche Team der AWK Verden.
Mit dem digitalen Geburtenbegleiter erhalten werdende Eltern jederzeit Zugang zu verlässlichen Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und die ersten Lebenswochen ihres Kindes direkt auf ihrem Smartphone. Neben praktischen Checklisten, einer virtuellen Kreißsaalführung, hilfreichen Tipps und Antworten auf häufige Fragen bietet die App Orientierung in einer Lebensphase, die häufig mit vielen Unsicherheiten verbunden ist.
Der digitale Geburtenbegleiter ersetzt dabei nicht das persönliche Gespräch, sondern ergänzt die individuelle Betreuung durch Ärztinnen, Ärzte und Hebammen sinnvoll. Eltern können sich unabhängig von Ort und Uhrzeit informieren, Inhalte in ihrem eigenen Tempo ansehen und sich gezielt auf anstehende Termine oder die Geburt vorbereiten. Gleichzeitig profitieren sie von fachlich geprüften Informationen aus erster Hand und vermeiden die oftmals widersprüchlichen Inhalte aus sozialen Medien oder Internetforen.
„Schwangerschaft und Geburt sind sehr persönliche Ereignisse. Viele Fragen entstehen jedoch außerhalb unserer Sprechstunden oder nach einem Geburtsvorbereitungskurs. Mit dem digitalen Geburtenbegleiter bieten wir werdenden Eltern eine verlässliche Informationsquelle, die sie jederzeit nutzen können. So stärken wir ihre Sicherheit, fördern informierte Entscheidungen und ergänzen unsere persönliche Betreuung auf zeitgemäße Weise“, erklärt Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Dr. Astrid Brunnbauer.
Auch die Hebammen sehen in dem digitalen Angebot einen großen Mehrwert. „Wir erleben täglich, dass werdende Eltern einen hohen Informationsbedarf haben. Der digitale Geburtenbegleiter gibt ihnen Orientierung und beantwortet viele Fragen bereits im Vorfeld. Dadurch können wir die gemeinsame Zeit im persönlichen Gespräch noch gezielter für individuelle Anliegen nutzen“, so Irene Kill, Leitung des Kreißsaals.
Ein weiterer besonderer Mehrwert des digitalen Geburtenbegleiters ist die mehrsprachige Bereitstellung der Inhalte. Werdende Eltern mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen erhalten die für sie wichtigen Informationen in ihrer jeweiligen Sprache. So werden Sprachbarrieren reduziert und alle Familien können sich gleichermaßen gut auf die Geburt vorbereiten.
Die digitale Anwendung ist übersichtlich aufgebaut und kann bequem auf dem Smartphone oder Tablet intuitiv genutzt werden. Interessierte scannen einfach den QR-Code oder geben die URL https://portal.gastfreund.net/aller-weser-klinik ein.

Neues Perioperatives Zentrum im Fachkrankenhaus Achim
Alle Schritte rund um die Operation an einem Ort
Achim, 23. Juli 2026 – Kurze Wege, klare Abläufe und eine persönliche Begleitung vom ersten Gespräch bis zur Entlassung: Mit dem neuen Perioperativen Zentrum (POZ) hat das Fachkrankenhaus Achim vor rund zwei Wochen einen wichtigen Baustein zur weiteren Optimierung der Patientenversorgung in Betrieb genommen.
Untergebracht ist das neue Perioperative Zentrum (POZ) in den ehemaligen Räumlichkeiten der Intensivstation sowie der früher dort ansässigen Praxis für Plastische Wiederherstellungschirurgie, Hand- und Fußchirurgie. Nachdem die Praxis von Chefarzt Dr. med. Andreas Brockmann vor einigen Monaten in das neu eröffnete Sprechstundenzentrum innerhalb des Fachkrankenhauses umgezogen ist, wurden die frei gewordenen Flächen umfassend modernisiert. Neue Bodenbeläge, frische Farben und eine helle, freundliche Gestaltung schaffen nun eine angenehme Atmosphäre für Patientinnen und Patienten.
Das POZ bündelt sämtliche organisatorischen und medizinischen Schritte, die vor einer Operation oder Untersuchung in den Fachbereichen Orthopädie, Plastischer Wiederherstellungschirurgie, Hand- und Fußchirurgie sowie Urologie notwendig sind. Voraussetzung für einen Termin im POZ ist eine bereits gestellte Operationsindikation mit fest vereinbartem Eingriffstermin. Die Zuweisung erfolgt entweder über das Sprechstundenzentrum des Fachkrankenhauses oder aus der dort ansässigen orthopädischen Praxis. Ziel ist es, alle erforderlichen Voruntersuchungen, die Erstellung der präoperativen Unterlagen, die Koordination notwendiger Zusatzuntersuchungen sowie die anästhesiologischen Aufklärungsgespräche nach Möglichkeit in einem einzigen Termin zusammenzuführen.
„Unsere Patientinnen und Patienten haben jetzt einen zentralen Ansprechpartner für alle vorbereitenden Schritte rund um ihren Eingriff“, erklärt Anja Dumke, pflegerische Leitung des Perioperativen Zentrums. „Dadurch entfallen viele Wege und Unsicherheiten. Unser Team begleitet sie von der ersten perioperativen Abklärung bis zur Entlassung nach einer Operation.“
Das POZ übernimmt dabei die Organisation und Koordination aller notwendigen Prozesse. Patientinnen und Patienten werden im Zentrum auf ihren Eingriff vorbereitet. Nach ambulanten Operationen kehren sie zur weiteren Betreuung in das POZ zurück und können von dort aus direkt nach Hause entlassen werden. Ist ein stationärer Aufenthalt erforderlich, erfolgt von dort aus die Verlegung auf die entsprechende Station.
Von der neuen Struktur profitieren jedoch nicht nur die Patientinnen und Patienten, sondern auch die Mitarbeitenden. „Früher waren viele Abläufe auf unterschiedliche Bereiche verteilt. Heute befindet sich alles auf einer Ebene. Das macht die Prozesse deutlich strukturierter und erleichtert die Zusammenarbeit erheblich“, sagt Verena Löwner, Krankenschwester im POZ und seit 34 Jahren im Fachkrankenhaus Achim tätig.
Auch Anja Dumke, die dem Krankenhaus seit 37 Jahren verbunden ist, erlebt die Veränderungen täglich. „Die Bündelung aller Abläufe sorgt für wesentlich weniger Telefonate und Abstimmungsaufwand. Dadurch entsteht eine deutlich ruhigere Arbeitsatmosphäre – und diese Ruhe kommt auch bei den Patientinnen und Patienten an.“
Ein weiterer Vorteil zeigt sich in der Logistik. Da sich sämtliche Bereiche auf einer Ebene befinden, entfallen viele Transportwege innerhalb des Hauses. Das spart Zeit, schont personelle Ressourcen und ermöglicht einen noch effizienteren Behandlungsablauf.
Mit dem neuen POZ im Fachkrankenhaus Achim setzt die Aller-Weser-Klinik ihren Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklung fort. Die zentrale Organisation aller perioperativen Prozesse verbessert die Abläufe für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Mitarbeitenden und schafft die Grundlage für eine moderne, patientenorientierte Versorgung.
Welche Vorteile das neue Konzept darüber hinaus für die medizinische Versorgung und die zukünftige Ausrichtung des operativen Bereichs bietet, erläutert Dr. med. Stephan Sehrt, Ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses:
„Die Bündelung der perioperativen Prozesse direkt am Operationsbereich ermöglicht uns eine schnelle ärztliche Präsenz in jeder Phase des Behandlungsablaufs. Zugleich stärkt das POZ die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Berufsgruppen. Angesichts der zunehmenden Ambulantisierung im Gesundheitswesen haben wir damit eine wichtige Grundlage geschaffen, um den operativen Bereich zukunftssicher aufzustellen und den damit verbundenen Anforderungen noch besser gerecht zu werden.“
Infobox:
Das Fachkrankenhaus Achim verfügt über eine
Notfallambulanz Mo-Fr von 8:00 bis 20:00 Uhr.
Behandelt werden hier Arbeits- und Wegeunfälle (D-Arzt-Verfahren), Knochenbrüche, Schnitt- und Platzwunden, sowie aktute urologische Beschwerden.
Die Notfallambulanz ist Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten mit akuten Beschwerden, wenn die hausärztliche Praxis vorübergehend nicht erreichbar oder ausgelastet ist.
Wichtig: An Samstagen, Sonn- und Feiertagen ist die Notfallambulanz geschlossen. In diesen Zeiten übernimmt der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung die ambulante medizinische Versorgung.
High-Tech-Robotik für den Kniegelenkersatz
Fachkrankenhaus Achim setzt auf innovative OP-Technologie
Achim, 22. Juli 2026 – Die Aller-Weser-Klinik (AWK) geht im Fachkrankenhaus Achim einen großen Schritt in die Zukunft der roboterunterstützten Operation: Ab sofort setzt das Haus auf innovative Robotertechnologie bei Kniegelenk-Operationen. Mit dem neuen „VELYS™ Robotic-Assisted Solution“-System kann die Implantation von Knieprothesen noch präziser, schonender und individueller auf die Anatomie der Patientinnen und Patienten abgestimmt werden. Der Start ist bereits erfolgt: Über 15 Patientinnen und Patienten wurden in den vergangenen Wochen erfolgreich mit Unterstützung des neuen Roboterassistenten operiert.
Mit der neuen Technologie setzt das Orthopädie-Team um Chefarzt Dr. Andreas Neckritz im Fachkrankenhaus Achim auf Innovation und Präzision in der Endoprothetik. Für Patientinnen und Patienten bringt der Einsatz des High-Tech-Roboters spürbare Vorteile. Da jedes Knie in seiner Anatomie und Bandspannung einzigartig ist, ermöglicht das VELYS-System eine maßgeschneiderte Anpassung der Prothese in Echtzeit. Vor und während des Eingriffs erfasst das System die genaue Struktur des Gelenks. Durch dieses Verfahren werden die individuellen anatomischen Gegebenheiten sowie die Gelenkkinematik besonders berücksichtigt. In der Folge verringert sich die postoperative Zeit bis zum Erreichen der möglichen Beweglichkeit des Kunstgelenkes für die Betroffenen. Langfristig sorgt die millimetergenaue Ausrichtung der Prothese für einen individuell angepassten Bewegungsablauf, weniger Schmerzen und eine mögliche Reduktion des Verschleißes des künstlichen Gelenks.
Auch für das OP-Team verändert sich die Arbeit durch die robotergestützte Technik. Bereits vor den entscheidenden Operationsschritten werden sämtliche Parameter individuell festgelegt und während des gesamten Eingriffs anhand objektiver Messdaten überprüft und bei Bedarf angepasst.
„Robotik ersetzt keine chirurgische Erfahrung und ist auch nicht bei jeder Patientin oder jedem Patienten anwendbar, sie ergänzt unsere Arbeit im OP aber sinnvoll“, erklärt Mathias Fackert, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Gerade die Kombination aus unserer langjährigen operativen Erfahrung und der digitalen Präzision eröffnet uns neue Möglichkeiten für eine noch individuellere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Wir sehen am Bildschirm schon vor dem ersten Schnitt auf den Millimeter genau, wie bandstabil das Knie mit der Prothese sein wird.“
Dass diese technologische Präzision nun Einzug in den OP-Alltag gehalten hat, ist das Ergebnis einer weitsichtigen Modernisierungsstrategie der Krankenhausleitung. Für die Geschäftsführerin der AWK ist der Roboterassistent ein klares Bekenntnis zum medizinischen Fortschritt und zum Standort Achim: „Unser Anspruch ist es, unseren Patientinnen und Patienten Spitzenmedizin nach neuesten wissenschaftlichen Standards zu bieten. Die erfolgreichen ersten fünfzehn Operationen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Diese High-Tech-Investition ist ein Meilenstein für unseren Klinikverbund und sichert die langfristige Qualität unserer orthopädischen Versorgung.“, so Melanie Sander.
Verstärkung!







